Monitoring NAK

Detailmonitoring zur Umsetzung des Fachkonzeptes zur Evaluierung des Programmteils E (NAK) im Rahmen der EU-Agrarumweltmaßnahmen

Was war zu tun?

Im Rahmen der EG-Agrarumweltmaßnahmen war ein Detailmonitoring zur Evaluierung des Programmteils "Naturschutzgerechte Wiesennutzung" durchzuführen. Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG) ließ hierzu detaillierte vegetationskundliche und zoologische Untersuchungen in bestimmten Grünlandtypen durchführen. Hierbei wurden vom Büro für ökologische Studien in Südwestsachsen und im Osterzgebirge die Auswirkungen naturschutzgerechter Wiesennutzung untersucht, d.h. Wiesenflächen und zugehörige Vergleichsflächen wurden einer vegetationskundlichen und zoologischen Erfolgskontrolle unterzogen. Weiter untersuchten wir im Naturschutzgebiet Gr. Weidenteich im Vogtland die Auswirkungen der Hüteschafhaltung mit Hilfe von Erhebungen zu Pflanzen, Tagfaltern, Heuschrecken, Laufkäfern und Vögeln.

Die Aufgabenstellung war somit:

  1. Überprüfung der vorgegebenen Flächenauswahl
  2. umfassende Beschreibung der Flächen, mit Hilfe eines standardisierten Erfassungsbogens, und Erhebung von Vegetationstypen, Zeigerarten oder spezifischen Arten; Nutzungs- und Strukturparameter sowie Biotope des Umfelds,
  3. Durchführung von floristischen und faunistischen Erhebungen wie pflanzensoziologische Vegetationsaufnahmen nach der Methode von Braun-Blanquet, Gesamtartenliste Flora, Erhebung Heuschrecken (Sicht, Gehör) und Erhebung der Laufkäfer (Bodenfallen)
  4. Analyse und Bewertung, sowie Dokumentation aller ermittelten Sachverhalte.

extensive Wiesennutzung

Was wurde bearbeitet?

Für den Bearbeitungsraum "Südwestsachsen" wurden jeweils sechs Frisch- und sechs Bergwiesen bearbeitet. Im Bearbeitungsraum "Osterzgebirge" haben wir 24 ausgewählte Bergwiesen, Feuchtwiesen und Vergleichsflächen (Intensivgrünland) untersucht. Weiter haben wir sechs Untersuchungsflächen auf beweideten und nicht beweideten Flächen im NSG "Großer Weidenteich" bearbeitet.

Was kam dabei heraus?

Bei der Vegetation und bei den Artengruppen Vogelarten, Tagfaltern und Heuschrecken ergaben sich z.T. deutliche Unterschiede in der Artenzahl, der Anzahl Arten der Roten Liste Sachsens sowie ausgewählten Indiktorarten. Insgesamt wies das Arteninventar der Berg-, Frisch- und Feuchtwiesen mehr gefährdete, anspruchsvolle oder biotoptypische Arten auf als die intensiv genutzten Vergleichsflächen. Die Unterschiede konnten bei den meisten Flächenvergleichen und Artengruppen auch statistisch als signifikant abgesichert werden. Den "Erfolg" der Förderprogramme im Sinne einer Erhaltung der biologischen Vielfalt durch eine naturschutzgerechte Wiesennutzung konnten wir so klar herausarbeiten.