Schutzgebietskonzeption TH

Literaturrecherche und Erarbeitung eines Vorschlages für eine Methodik zur Erarbeitung einer Schutzgebietskonzeption für den Freistaat Thüringen

Aufgabenstellung:

Aufgabe des Gutachtens im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Jena, war eine Literaturrecherche in deutsch- und englischsprachiger Literatur und die Entwicklung eines Vorschlags für eine Methodik zur Erarbeitung einer Schutzgebietskonzeption für den Freistaat Thüringen. Die Projektbearbeitung erfolgte von September bis November 2010, H. Schlumprecht vom Büro für ökologische Studien war projektleitend tätig.

Ergebnisse:

Zunächst wurde ein Literaturüberblick mit Internet-gestützten Recherche nach deutsch- und englischsprachiger Literatur durchgeführt. Anschließend erfolgte nach einer einheitlichen Systematik die Auswertung der Literatur. Weiter wurde die Datenverfügbarkeit von Raumgliederungen und Art- und Lebensraumbezogenen Daten für Thüringen geprüft.

  1. Die Erarbeitung einer Schutzgebietskonzeption erfolgte nach Empfehlungen der CBD: Vorgeschlagen wurden folgende Prüfschritte, die durch Vorgaben für die tabellarische Ergebnisdarstellung, Artenlisten und Beispiele aus Thüringen konkretisiert wurden. Analyse der räumlichen Verteilung der Schutzgebiete
  2. Eingehende Untersuchung der Verteilung der Schutzgebiete und diverser Raum-Gliederungskriterien (durch Anwendung von GIS-Prozeduren)
  3. Untersuchung der Schutzgebiete in Bezug auf bestehende Lebensraum-Klassifikationen
  4. Untersuchung des Schutzgebietssystems in Bezug auf Arten und Lebensräume besonderen naturschutzfachlichen Interesses, in Bezug auf ökologische und biologisch wichtige Gebiete und Analyse des Artenreichtums für ausgewählte Artengruppen
  5. Beurteilung der Verbund-Situation, der Angemessenheit und langfristigen Überlebensfähigkeit

Die Anforderungen, die sich durch den Klimawandel in Bezug auf die Konzeption von Schutzgebieten ergeben, wurden ebenfalls diskutiert. Abschließend wurde ein Vorschlag für eine Prioritätensetzung bei neuen Schutzgebietsvorschlägen erarbeitet.