Monitoring des Fledermauszugs

Seit dem Jahr 2015 engagiert sich das Büro für ökologische Studien im Projekt „Fledermauszug Deutschland“. In Zusammenarbeit mit den Kollegen der „Markierergemeinschaft Oberfranken“ werden Nistkastenreviere neu gegründet, alte Kastenreviere betreut (Pflege, Reparatur, Freischneiden) und regelmäßig Fledermausnetzfänge organisiert. In regelmäßigen Abständen wird zusammen mit dem Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V. ein „Rauhaut- und Kleinabenseglercamp“ in den Landkreisen Forchheim und Bamberg durchgeführt, bei dem Teilnehmer aus ganz Deutschland teilnehmen.

Berichte sind zu finden unter www.fledermaus-aksa.de:

Das Projekt „Fledermauszug Deutschland“ widmet sich der Erforschung der Wanderrouten, Wanderzeiten und Rastgebieten des noch wenig bekannten und erforschten Fledermauszuges. Die Arten Rauhautfledermaus, Zweifarbfledermaus und Kleinabendsegler legen ähnlich wie die Zugvögel bei ihren saisonalen Wanderungen hunderte bis Tausend Kilometer zurück. Durch die Markierung mit einer Unterarmklammer mit individuellem Zahlencode werden einzelne Individuen kenntlich gemacht. Dadurch können nicht nur Erkenntnisse über die Wanderdistanz, sondern auch über die Nutzung von Nistkästen und Gruppenzusammensetzung gewonnen werden.

Aktuelle Fernfunde in Oberfranken markierter Fledermäuse gibt es für den Abendsegler (1 Männchen, 1 Weibchen) und die Rauhautfledermaus (1 Männchen): Das am 3.7.2017 markierte Zwergfledermaus-Männchen wurde in 330 km Distanz am Schwielochsee – Kleiner Mochowsee zwischen Berlin und Cottbus wiedergefunden.

Informationen über das Projekt und aktuelle Wiederfunde finden sich unter: www.fledermauszug-deutschland.de